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Sollte man wirklich auch im grauen Winter täglich Sonnencreme verwende

Eigentlich hat die Haut recht gute Mechanismen, um sich vor der Sonne zu schützen – zumindest in der Theorie. Zum einen wird die Haut dicker, wenn sie der Sonne ausgesetzt ist. "Man kennt das von Menschen, die über viele Jahre draußen auf der Straße oder auf dem Bau gearbeitet haben. Deren Haut ist oft richtig gegerbt", berichtet Barbara Franz, Fachärztin für Dermatologie. Der zweite Schutzmechanismus unserer Haut ist das Bräunen.

Je nach Hauttyp – vom keltischen Typ 1 bis zum schwarzen Typ 6 – schützt das unterschiedlich gut. Bei den meisten allerdings längst nicht ausreichend.

Das liegt an den unterschiedlichen Arten, wie und wie lange wir der Sonne ausgesetzt sind. "Man muss zwischen der kurzzeitigen und der kumulativen Exposition unterscheiden", erklärt Franz. Je nachdem, wie lange und heftig man sich der Sonne ungeschützt aussetzt, hat das unterschiedliche gesundheitliche Folgen. Ein kurzzeitiges Bräunen und In-der-Sonne-Brutzeln im Sommerurlaub – womöglich mit anschließendem Sonnenbrand – birgt das Risiko namens schwarzer Hautkrebs. "Aber die Sonne scheint 365 Tage im Jahr, und auch an bewölkten Wintertagen kommt UV-Strahlung durch die dicke Wolkendecke", betont Franz. Und genau diese kumulative Exposition, also der tägliche Strahlenkontakt über viele Jahre hinweg, ist hauptverantwortlich für den weißen Hautkrebs.

Hautkrebsrisiko durch UV-Strahlen

UV-Strahlen der Sonne sind das größte umweltbedingte Risiko für eine Hautkrebserkrankung. Dass viele die Haut nicht ausreichend schützen, zeigen die Zahlen. Nach Schätzung der WHO treten weltweit pro Jahr zwei bis drei Millionen neue Fälle von hellem Hautkrebs auf, und rund 250.000 Menschen erkranken jährlich an schwarzem Hautkrebs.

Grund genug, an wirklich jedem Tag ausreichend Sonnenschutz zu tragen, findet die Dermatologin. Sie selbst trage 365 Tage im Jahr Sonnenschutz und erklärt: "Studien zeigen, dass Menschen, die nördlich des 45.

Breitengrades leben, von November bis Februar nicht unbedingt Sonnenschutz brauchen. Lebt man südlich davon, dann schon. Wir sind an dieser Grenze."

Im Winter kann sich die Haut weniger gut selbst schützen.

Neben dem Schutz vor negativen gesundheitlichen Folgen habe regelmäßiges Auftragen von Sonnencreme auch ästhetische Auswirkungen. "Hauptfaktor für die vorzeitige Hautalterung ist die UV-Exposition. Die Haut wird großporiger, entwickelt rascher kleine Fältchen und Altersflecken", sagt Franz. Auch das habe vor allem mit der kumulativen Exposition, also wenn die Haut tagtäglich der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, zu tun. "Die Haut hat einen Memory-Effekt", erklärt Franz. Das heißt, jede Sonnenstunde wird in unserer Haut verbucht: "Gegen Mitte oder Ende des Lebens bekommen wir dann die Rechnung präsentiert."

Haut im Winter besonders beansprucht

Franz rät daher, auch an trüben Tagen in den kalten Monaten zu ausreichend Sonnenschutz – beziehungsweise vor allem dann, sagt sie: "Im Winter bildet die Haut weniger Melanin, dadurch kann sie sich den körpereigenen Schutz nicht so gut aufbauen." Zusätzlich werde die Haut durch die Kälte ohnehin schon stark beansprucht, bei Temperaturen unter acht Grad wird die körpereigene Fettproduktion gedrosselt. Darüber hinaus lassen sich im Winter wohl viele von ihrem Gefühl täuschen, fürchtet die Dermatologin.

"Wir empfinden die Sonne im Winter als weniger stark und dadurch als ungefährlich. Das heißt, eigentlich ist die Haut im Winter sogar noch angreifbarer für die Sonne als im Sommer, wenn sich ohnehin alle besser schützen."

Vor allem in den Bergen, etwa beim Skifahren, sei Sonnenschutz besonders wichtig. Je 1.000 Höhenmeter nimmt die UV-Intensität um etwa zehn bis 15 Prozent zu. Aber nicht nur eine Creme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor ist wichtig, sondern auch eine entsprechend große Menge davon. Zwei Milligramm werden pro Quadratzentimeter empfohlen. "Das sind in etwa zwei Teelöffel voll Sonnencreme für das Gesicht", übersetzt die Dermatologin. Um auf Nummer sicher zu gehen und weil die meisten in der Regel zu wenig Sonnenschutz auftragen, rät sie aber ohnehin zu zwei Schichten Sonnencreme täglich – auch im Winter.

Sollte man wirklich auch im grauen Winter täglich Sonnencreme verwende

Eigentlich hat die Haut recht gute Mechanismen, um sich vor der Sonne zu schützen – zumindest in der Theorie. Zum einen wird die Haut dicker, wenn sie der Sonne ausgesetzt ist. "Man kennt das von Menschen, die über viele Jahre draußen auf der Straße oder auf dem Bau gearbeitet haben. Deren Haut ist oft richtig gegerbt", berichtet Barbara Franz, Fachärztin für Dermatologie. Der zweite Schutzmechanismus unserer Haut ist das Bräunen.

Je nach Hauttyp – vom keltischen Typ 1 bis zum schwarzen Typ 6 – schützt das unterschiedlich gut. Bei den meisten allerdings längst nicht ausreichend.

Das liegt an den unterschiedlichen Arten, wie und wie lange wir der Sonne ausgesetzt sind. "Man muss zwischen der kurzzeitigen und der kumulativen Exposition unterscheiden", erklärt Franz. Je nachdem, wie lange und heftig man sich der Sonne ungeschützt aussetzt, hat das unterschiedliche gesundheitliche Folgen. Ein kurzzeitiges Bräunen und In-der-Sonne-Brutzeln im Sommerurlaub – womöglich mit anschließendem Sonnenbrand – birgt das Risiko namens schwarzer Hautkrebs. "Aber die Sonne scheint 365 Tage im Jahr, und auch an bewölkten Wintertagen kommt UV-Strahlung durch die dicke Wolkendecke", betont Franz. Und genau diese kumulative Exposition, also der tägliche Strahlenkontakt über viele Jahre hinweg, ist hauptverantwortlich für den weißen Hautkrebs.

Hautkrebsrisiko durch UV-Strahlen

UV-Strahlen der Sonne sind das größte umweltbedingte Risiko für eine Hautkrebserkrankung. Dass viele die Haut nicht ausreichend schützen, zeigen die Zahlen. Nach Schätzung der WHO treten weltweit pro Jahr zwei bis drei Millionen neue Fälle von hellem Hautkrebs auf, und rund 250.000 Menschen erkranken jährlich an schwarzem Hautkrebs.

Grund genug, an wirklich jedem Tag ausreichend Sonnenschutz zu tragen, findet die Dermatologin. Sie selbst trage 365 Tage im Jahr Sonnenschutz und erklärt: "Studien zeigen, dass Menschen, die nördlich des 45.

Breitengrades leben, von November bis Februar nicht unbedingt Sonnenschutz brauchen. Lebt man südlich davon, dann schon. Wir sind an dieser Grenze."

Im Winter kann sich die Haut weniger gut selbst schützen.

Neben dem Schutz vor negativen gesundheitlichen Folgen habe regelmäßiges Auftragen von Sonnencreme auch ästhetische Auswirkungen. "Hauptfaktor für die vorzeitige Hautalterung ist die UV-Exposition. Die Haut wird großporiger, entwickelt rascher kleine Fältchen und Altersflecken", sagt Franz. Auch das habe vor allem mit der kumulativen Exposition, also wenn die Haut tagtäglich der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, zu tun. "Die Haut hat einen Memory-Effekt", erklärt Franz. Das heißt, jede Sonnenstunde wird in unserer Haut verbucht: "Gegen Mitte oder Ende des Lebens bekommen wir dann die Rechnung präsentiert."

Haut im Winter besonders beansprucht

Franz rät daher, auch an trüben Tagen in den kalten Monaten zu ausreichend Sonnenschutz – beziehungsweise vor allem dann, sagt sie: "Im Winter bildet die Haut weniger Melanin, dadurch kann sie sich den körpereigenen Schutz nicht so gut aufbauen." Zusätzlich werde die Haut durch die Kälte ohnehin schon stark beansprucht, bei Temperaturen unter acht Grad wird die körpereigene Fettproduktion gedrosselt. Darüber hinaus lassen sich im Winter wohl viele von ihrem Gefühl täuschen, fürchtet die Dermatologin.

"Wir empfinden die Sonne im Winter als weniger stark und dadurch als ungefährlich. Das heißt, eigentlich ist die Haut im Winter sogar noch angreifbarer für die Sonne als im Sommer, wenn sich ohnehin alle besser schützen."

Vor allem in den Bergen, etwa beim Skifahren, sei Sonnenschutz besonders wichtig. Je 1.000 Höhenmeter nimmt die UV-Intensität um etwa zehn bis 15 Prozent zu. Aber nicht nur eine Creme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor ist wichtig, sondern auch eine entsprechend große Menge davon. Zwei Milligramm werden pro Quadratzentimeter empfohlen. "Das sind in etwa zwei Teelöffel voll Sonnencreme für das Gesicht", übersetzt die Dermatologin. Um auf Nummer sicher zu gehen und weil die meisten in der Regel zu wenig Sonnenschutz auftragen, rät sie aber ohnehin zu zwei Schichten Sonnencreme täglich – auch im Winter.